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Erhöhte mütterliche Serumspiegel für FSH und/oder Östradiol am 3. Zyklustag sind bei Frauen , die einer IVF-Behandlung unterzogen werden sollen, ein Hinweis auf ein  erhöhtes Risiko für eine fetale Aneuploidie

(Nasseri, A. et al.: Elevated day 3 serum follicle stimulating hormone and/or estradiol may predict fetal aneuploidy. Fertil.Steril. 1999; 71(4): 715-8)

Es besteht ein gut bekannter Zusammenhang zwischen dem Alter des Ovars, dokumentiert durch erhöhte FSH Konzentrationen am 3. Zyklustag, und dem Reproduktionspotential der Eizelle. Frauen mit einer verminderten follikulären Reserve weisen einheitlich, unabhängig vom Alter eine schlechtere Schwangerschaftsprognose auf. Daher besitzen die basale FSH-Bestimmung oder der Clomiphen-Test eine bessere prädiktive Voraussage für die Konzeptionschange, als das mütterliche Alter allein.

Oozyten von Frauen mit höherem Alter besitzen eine höhere Prädisposition für eine fetale Missbildung. Die fetale Aneuploidie ist wahrscheinlich das Resultat der erhöhten chromosomalen Nicht-Disjunktion infolge der langen Verweildauer im Meiose-Stadium I, vor der Ovulation. Die Basalkonzentrationen von FSH können einen Hinweis auf die Qualität des gesamten Follikels geben. Eine verminderte Inhibinproduktion durch die Granulosazellen der restlichen Follikel, resultierend in erhöhten FSH Spiegeln, und die vorzeitig ansteigenden Östradiolspiegel können indirekt auf die schlechte Qualität der Eizellen hinweisen.

Es war das Ziel der Studie zu untersuchen, ob basale FSH- und/oder Östradiol-Serumspiegel eine Risikoaussage für fetale chromosomale Missbildungen ermöglichen.

Bei 59 Frauen, die einer IVF-Behandlung unterzogen wurden, wurde am 3.Tag eines unstimulierten Zyklus Blut entnommen und LH, sowie Östradiol mittels IMMULITE-System (DPC) bestimmt. Nach IVF-Behandlung wurde bei diesen Frauen der fetale Kariotyp ermittelt.

Ergebnis

26 Frauen wiesen einen normalen, 33 Frauen einen abnormalen fetalen Kariotyp auf. Ein signifikant größerer Prozentsatz der Frauen mit abnormalem fetalen Kariotyp hatten erhöhte basale FSH-Serumspiegel (³ 10 mIU/ml) und/oder erhöhte Östradiol-Serumspiegel (³ 50 pg/ml) am 3. Zyklustag im Vergleich zu Frauen mit normalem fetalen Kariotyp.

 

abnormaler Kariotyp

normaler Kariotyp

Patientenzahl mit erhöhtem FSH/Östradiol am 3. Zyklustag

19

7

Patientenzahl mit normalem FSH/Östradiol am 3. Zyklustag

14

19

Schlussfolgerung

Die basalen Serumspiegel von FSH und/oder Östradiol können eine Voraussage über das Risiko einer fetalen Missbildung machen.