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Der Krebsabstrich (zytologischer Test
nach Papanicolaou) |
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Methode Wozu
dient der Zellabstrich? Zellabstrich
- wie oft? Erinnerung
zur Vorsorge per E-Mail Ergebnis
des Zellabstriches Zellveränderungen Ursachen
für die Entstehung des Gebärmutterhals- und
Muttermundkrebses
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| Ich möchte mit der folgenden Information Ihre
eventuelle Besorgnis zerstreuen und Ihnen kurz den Sinn des
Abstriches und die häufigsten Ursachen von Unklarheiten
darlegen. |
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Die Methode Beim Krebsabstrich, der eigentlich "Zellabstrich"
heißen sollte, werden mit einer Art Wattestäbchen oder einem
Bürstchen Zellen von der Oberfläche des Muttermundes und des
Gebärmutterhalskanals (nach der Gebärmutterentfernung von der
Scheide) entnommen und anschließend in einem zytologisches
Labor auf Zellveränderungen durchsucht. Der Abstrich wird
zunächst fixiert und anschließend nach der Methode von
Papanicolaou eingefärbt, um die Zellveränderungen im Mikroskop
besser beurteilen zu können. |
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Wozu dient der Zellabstrich? Der
Zellabstrich dient der Vorsorge und Früherkennung des
Muttermundkrebses, einer der häufigsten Krebsarten der Frau.
Dabei lassen sich Zellveränderungen so früh nachweisen, dass
rechtzeitig therapeutische Maßnahmen ergriffen werden können,
bevor ein bösartiger Tumor des Gebärmutterhalses
entsteht.
Zellabstrich - wie oft? Abstriche sollten bei
unauffälligem Befund jährlich einige Tage nach der Regelblutung
erfolgen, natürlich auch im Wechsel, nach Ausbleiben der
Menstruation. Nur durch regelmäßige Kontrollabstriche kann der
Gebärmutterhalskrebs rechtzeitig erkannt und behandelt
werden.
Laut Angaben des
Gesundheitsberichtes 2000 wurden 1999 bei 481 Frauen
bösartige, invasive Neubildungen des Gebärmutterhalses
diagnostiziert. 1989 waren es noch 763 Fälle, das bedeutet
einen Rückgang von 43.4%. Nur 9.6% aller bösartigen
Neubildungen der Gebärmutter weisen bei ihrer Entdeckung noch
ein fortgeschrittenes Stadium auf. 30.5% werden bereits im
Vorstadium erkannt, was vor allem auf die vermehrte
Inanspruchnahme der Vorsorgeuntersuchung, also den
Krebsabstrich, zurückzuführen ist. |
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Ergebnis des
Zellabstriches: Das Ergebnis dieser
Untersuchung wird in fünf Hauptstufen eingeteilt.
* PAP =
Papanicolaou
| PAP*
I |
Normales
Zellbild |
| PAP
II |
Normales
Zellbild, jedoch vermehrtes Vorkommen von Leukozyten
und/oder Mikroorganismen. Unwesentliche
Zellveränderungen. |
PAP
III Untergruppe PAP IIID |
Zweifelhafter
Befund. Möglicherweise Zellveränderungen, die weiter
untersucht werden müssen. Kontrolluntersuchungen nach
6-8 Wochen notwendig. |
PAP
IV Untergruppen PAP IVa und IVb |
Pathologische
Zellveränderungen. Verdacht auf
Krebs. Sofortige Intervention notwendig: "Konisation". Dabei wird in
Vollnarkose ein Gewebekegel aus dem Gebärmutterhals
entnommen. Gebärmutter und Gebärfähigkeit bleiben dabei
erhalten. Das gewonnene Gewebe wird weiter untersucht.
Die Konisation kann auch eine therapeutische Wirkung
haben. Bei PAP IVb besteht Verdacht auf ein
Mikrokarzinom. |
| PAP
V |
Eindeutig
maligne (bösartige) Tumorzellen
nachweisbar. Starker Verdacht auf
Gebärmutterhalskrebs. Sofortiger chirurgischer
Eingriff notwendig (Konisation oder Entfernung der
Gebärmutter). | Zellveränderungen: Die Zellen der Oberfläche des
Muttermundes und des Gebärmutterhalskanals unterliegen einer
ständigen Neubildung und sind von
einer Reihe von Faktoren
beeinflussbar, die sich alle im Zellabstrich
feststellen lassen. Dabei spielt der jeweilige hormonelle
Zustand (u.a. Zeitpunkt der Abstrichentnahme, Alter,
Schwangerschaft, etc.) genauso eine Rolle wie Bakterien- oder
Virusinfektionen mit oder ohne Entzündung. Die meisten dieser
Veränderungen sind also harmlos und verschwinden entweder von
selbst oder nach Behandlung.
Dennoch
gibt es aber vereinzelt Zellveränderungen, von denen man bei
längerem Bestehen bleiben doch befürchten muss, dass nach
vielen Jahren eine echte Krebserkrankung auftreten kann.
Glücklicherweise vergehen zwischen den ersten
Zellveränderungen und der fortgeschrittenen Erkrankung viele
(Latenzzeit 5 - 8) Jahre.
In dieser Zeit können sich teilweise bestehende
Zellveränderungen auch rückbilden, weshalb vorerst lediglich
verlässliche Kontrollen
erforderlich sind.
Bleiben
diese Zellveränderungen über einen
längeren Zeitraum bestehen, so wird mit einer
Gewebsentnahme (Konisation) diese
Stelle entfernt. Damit ist meistens dieses Problem beseitigt
und die Patientin wieder geheilt. Nur bei Vernachlässigung der
regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen (Abstrichentnahmen) kann es
zum Auftreten einer fortgeschrittenen Krebserkrankung
kommen.
Ursachen für die Entstehung des
Gebärmutterhals- und Muttermundkrebses: In Österreich
erkrankten im Jahr 1999 insgesamt 1099 Frauen an
Gebärmutterhalskrebs (1998 waren es 1250 und 1997 1355
Frauen). In den überwiegenden Fällen ist ein Virusbefall für
die Entstehung von Veränderungen am Muttermund
verantwortlich. Es handelt sich dabei um
Humane-Papilloma-Viren "HPV" (Nähere Informationen zu
HPV-Infektionen erhalten Sie in unserem Kapitel "Fragen und
Antworten zu HPV").
Wir kennen
derzeit über 100 verschiedene HPV-Virus-Typen, von denen 5
(HPV-16, HPV-18, HPV-31, HPV-33 und HPV-45) an der Entstehung
der meisten Gebärmutterhalskrebse beteiligt sind (sog.
"high-risk" Viren).
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Da HPV-16
besonders häufig mit Krebs in Zusammenhang gebracht
wird, wurde die Wirksamkeit eines neuen HPV-16 Impfstoffes an
insgesamt 2392 jungen Frauen im Alter von 16-23 Jahren
getestet. Nach einer mittleren Nachbeobachtungsperiode
von 17.4 Monaten fand sich in der Impfgruppe keine
Infektion, wohingegen in der Placebogruppe 3.8
HPV-16 Infektionen bezogen auf 100 Frauenjahre
festgestellt wurden. Derzeit untersucht eine
internationale Studie
(FUTURE I "Female United To Unilaterally Reduce
Endo/ectocervical Disease"), an der auch die
Frauenklinik des Wiener AKH teilnimmt, die Wirksamkeit
eines dreiteiligen HPV-Impfstoffes gegen die "low-risk"
Viren HPV-6 und HPV-11 und gegen die "high-risk" Viren
HPV-16 und HPV-18.
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| Dank Gentechnologie ist es uns heute möglich, den
Virustyp mittels eines einfachen zusätzlichen Abstriches, der
ebenfalls in meiner Ordination gemacht wird, zu
bestimmen. |
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Literatur: Statistik Austria,
Jahrbuch der Gesundheitsstatistik 2000. Koutsky LA, Ault
KA, Wheeler CM et al (2002). A controlled trial of a human
papillomavirus type 16 vaccine. N Engl J Med; November 21,
2002; 347(21): 1645-1651. |
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Letzte Aktualisierung/Revision :
20.12.2003 |
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